Instrumente
Agogô
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Der Agogô ist ein brasilianisches Perkussionsinstrument und besteht aus zwei miteinander verbundenen länglich-kegelförmigen Metallglocken. Die beiden Glocken haben eine unterschiedliche Größe und Tonhöhe. Das Tonintervall der beiden obertonreichen Glocken ist je nach Verarbeitung des Instrumentes in einer Terz, Quarte oder eine Quinte gestimmt. Der Agogô wird mit einem Stab aus Holz, seltener auch aus Metall, angeschlagen. Einen weiteren perkussiven Klang kann man erzeugen, indem man die beiden Glocken während des Spielens gegeneinander drückt.

Das Instrument wird hauptsächlich im Samba, bei der Capoeira und im Afoxé gespielt. Der Agogô spielt eine linha rítmica, eine der Clave vergleichbare rhythmische Linie. Im Gegensatz zu dieser wird das Grundpattern jedoch häufig umspielt, während in der Candomblé-Musik eine Cowbell ( oder Gonguê genannt) eine echte Clave spielt.

Der Agogô ist afrikanischer Herkunft und wurde von den Yoruba nach Brasilien gebracht. Auch in der Yorubasprache heißt das Instrument Agogo, bei den Bantus (Kongo) Ngonge, was „Zeit“ und „Achtung!“ bedeutet. Eine andere afrikanische Doppelglocke ist die tiefere Gonkogui. Eine Variante des Agogô ist die Wooden Agogô aus Holz.

 

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Der Agogô strukturiert die afrobrasilianische Musik.

 

 
Reco-Reco
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Der (oder auch das) Reco-reco ist ein dem Güiro verwandtes Rhythmusinstrument in der brasilianischen Musik. Er besteht traditionell aus einem sägezahnartig mit Querrillen eingekerbten zylindrischen Korpus aus Bambus oder Holz. Gespielt wird er mit einem Holzstab. Das Instrument wird in verschiedenen brasilianischen Musikstilen eingesetzt, wie etwa dem Samba. Es entstammt der afro-brasilianischen Musikkultur. Seit geraumer Zeit gibt es Reco-recos, die aus einem Metallzylinder bestehen, auf dem längsseits mehrere Metallfedern befestigt sind und die mit einem Metallstab gespielt werden, woraus eine erheblich höhere Lautstärke beim Spiel resultiert. Die Metallfedern können mit der Hand, die das Instrument hält, gedämpft werden und so ergeben sich unterschiedliche Klangmöglichkeiten. Neben der Version aus Metall werden heutzutage auch Reco-recos aus Fiberglas benutzt, die mit einem Stock aus Kunststoff gespielt werden.

In Brasilien wird der Reco-reco je nach Region auch Catacá, Caracaxá, Querequexé, Reque-reque oder z. B. im Amazonasgebiet Raspador genannt.

 

 

 

Ein Reco-Reco ist eine Ratsche, ähnlich der Guiro. Sie sorgt in der Roda für einen leicht undefinierten Oberton und bereichert die Klangfarbe.

Wird in der Regel wenn nur bei Angola benutzt.

 


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Reco-reco aus Metall

 

 
Atabaque
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Quelle: Wikipedia.de

Die klassische Atabaque ist eine Seiltrommel mit tiefer Stimmung daher bezeichnet man sie auch als der Herzrythmus der Roda.

 

Die Atabaque ist eine Trommel, die in der brasilianischen Musik v. a. im Ritual der afrobrasilianischen Religionen Candomblé, Umbanda und Macumba, in der Begleitung des Kampftanzes Capoeira und in der Samba de roda und Samba de caboclo zum Einsatz kommt.

Atabaque

Im rituellen Bereich besteht ein Set aus drei Trommeln: Die tiefste und größte ist die Rum (ca. 120 cm), etwas höher gestimmt ist die Rumpi (ca. 90 cm), die höchste und kleinste heißt (ca. 70 cm). Die Maße können stark variieren.

Ähnlich der Conga ist die Atabaque eine Fasstrommel und wird tatsächlich häufig noch von Fassmachern hergestellt. Allerdings ist sie länglicher, weniger bauchig und verjüngt sich, besonders am unteren Ende, deutlicher als die Conga. Wegen der schmalen Kesselöffnung ruht die Atabaque gewöhnlich in einem Ständer und wird dann wegen ihrer Größe im Stehen gespielt. Das Fell (i. d. R. aus Ziegenhaut) wurde früher mit einer Schnur-Pflock-Schnürung gestimmt, heute benutzt man meist eine Schraubspannung.

Ob die Atabaque als Handtrommel oder mit Holzstöcken gespielt wird, hängt von dem kulturellen Kontext ab, in dem sie zum Einsatz kommt. Am prägnantesten ist wohl das Spiel mit einem dickeren Stock und einer freien Hand auf der Rum, bzw. mit zwei langen, dünnen Stöcken auf Rumpi und Lê. Diese Spielweise ist charakteristisch für die Musik des Candomblé-Ketu. Alle anderen Stile (s. o.) werden mit den Händen gespielt. Die Technik ist weitgehend mit der Conga-Schlagtechnik identisch, allerdings werden keine geschlossenen, sondern nur offene Slaps gespielt.

Wie die Musik, die auf ihm gespielt wird, ist auch das Instrument selbst afrikanischen Ursprungs. Der arabische Einfluss (im arab. ist tabaq, pl. atabaq die Bezeichnung für eine Fasstrommel) und derjenige Portugals ist noch nicht geklärt.

 
Pandeiro
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3 Pandeiros: 10 Zoll Naturfell, 10 Zoll Plastikfell und 8 Zoll Naturfell

Das Pandeiro ist eine Rahmentrommel und hat seinen Ursprung in Arabien. Es ähnelt dem Tambourin, unterscheidet sich von diesem aber hinsichtlich der Anordnung der Schellen. Während sich beim Tambourin 2 Schellen sanduhrförmig gegenüberliegen, formen sie beim Pandeiro eine Muschel. Dadurch entsteht ein wesentlich leiseres Klirren, ähnlich dem Klang einer HiHat beim Schlagzeug. Manche Instrumente haben zwischen den Schellenpaaren eine weitere flache Metallscheibe, deren Zweck es ist der Klang zu dämpfen und ein Nachscheppern der Schellen zu verhindern.
Dadurch wird eine differenziertere Spielweise der Finger- und Handanschläge möglich, die nicht durch den Klang der Schellen beeinträchtigt wird.
Für die verschiedenen Einsatzzwecke wurden unterschiedliche Pandeiros entwickelt. Es gibt sie in Größen zwischen 8 und 14 Zoll, wobei 10 Zoll die gängigste Größe ist. Bespannt werden sie mit Natur- oder Plastikfellen.

Das Pandeiro bietet eine große Vielfalt an Soundmöglichkeiten. Vor allem die tiefer gestimmten Instrumente mit Naturfell weisen die gesamte Bandbreite vom tiefen, vollen Basston bis zum hohen, scharfen Slap auf. Virtuose Pandeirospieler (zum Beispiel Marcos Suzano) können mit diesem Instrument ein komplettes Schlagzeug ersetzen.

Einsatz 

Das Pandeiro wird traditionell in der Capoeira, dem Samba, dem Pagode und dem Choro eingesetzt. Er wird sowohl in kleinere Ensembles als auch in den großen Sambaschulen gespielt.

Die Spieltechniken und auch die eingesetzten Pandeiros sind in den verschiedenen Musikstilen zum Teil sehr unterschiedlich.

Beim Capoeira wird das Pandeiro am einfachsten gespielt. Es gibt einen Grundrhythmus, der kaum variiert wird und keine großen Anforderungen an die Spieltechnik stellt. Verwendet werden sowohl Natur-, als auch Plastikfellpandeiros in verschiedenen Größen.

In den großen Sambaschulen ist das Pandeiro eher Showinstrument, da es sich mit seiner geringen Lautstärke in den hunderte Mann starken Escolas de Samba kaum Gehör verschaffen kann. Es werden große, mit Plastikfell bespannte Pandeiros eingesetzt, die während des Tanzens jongliert werden.
Eine wesentlich wichtigere Rolle spielt das Pandeiro im Pagode. In dieser "Kammermusikversion" des Straßensamba werden Plastikfellpandeiros eingesetzt.

Im Choro ist das Pandeiro häufig das einzige Percussioninstrument. Hier wird vor allem das tiefe Naturfellpandeiro mit seinem breiten Soundspektrum eingesetzt. An die Spieltechnik werden sehr hohe Anforderungen gestellt: der Pandeirospieler muss sowohl eine rhythmische Basis legen, als auch Akzente in der Melodie mitspielen und die Übergänge zwischen den einzelnen Teilen eines Stücks ausgestalten.

Durch seine Vielseitigkeit kann das Pandeiro in nahezu allen Musikstilen verwendet werden, auch dort, wo es traditionell nicht eingesetzt wird. In der MPB ist es häufig anzutreffen, aber auch beim Forró oder in modernen Funkbands.

Spieltechnik

Das Pandeiro wird mit der linken Hand waagerecht vor den Körper gehalten (gilt für Rechtshänder). Die rechte Hand schlägt die Töne mit dem Daumen, den Fingerspitzen, dem Handballen oder der flachen Hand. Je nach Stil und gewünschtem Sound, wird das Pandeiro beim Spielen mit der linken Hand so hin- und hergedreht, dass mit den Schellen durchlaufende 16tel gespielt werden (ein wichtiger Aspekt der Marcos-Suzano-Technik). Dies entspricht der HiHat-Funktion beim Schlagzeug. Der Daumen der rechten Hand schlägt entweder einen klingenden, offenen Ton an, oder dämpft diesen Ton ab, indem er auf dem Fell liegen bleibt. Dieser tiefste Ton des Pandeiros, der am Fellrand erzeugt wird, ist vergleichbar mit der Bassdrum des Schlagzeugs. Der offene Ton kann ebenfalls mit den Fingerspitzen erzeugt werden, diese Technik wurde von Marcos Suzano entwickelt. Schlägt man mit der flachen Hand mitten auf das Fell, bekommt man einen Slap, der scharf und kurz klingt und der Snaredrum beim Schlagzeug entspricht. Weiterhin hat man (bei Naturfellpandeiros) die Möglichkeit durch Drücken mit dem Daumen der linken Hand, die Spannung des Fells zu beeinflussen, wodurch die Tonhöhe des offenen Tons stufenlos veränderbar ist. Schließlich gibt es noch gedämpfte Töne, die mit Fingerspitzen und Handballen am äußersten Rand des Pandeiros erzeugt werden und vor allem die Schellen als durchlaufende 16tel zum Klingen bringen.

Durch die Kombination und den geschickten Einsatz all dieser Soundmöglichkeiten, kann das Pandeiro wie ein komplettes Schlagzeug klingen. Vor allem in Verbindung mit einem Mikrofon und guten Einstellungen am Mischpult sind effektvolle Sounds zu erzielen.

 

Pandeiro in der Gruppe San Cipriano:

Bevorzugt werden diese mit Naturfell aber auch doppelschellen, dadurch haben die einen noch "rassigeren" Sound

 

 

 
Violinha
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Das Hauptinstrument einer Capoeira Bateria ist das Berimbau. Es handelt sich dabei um einen Musikbogen, der aus einem Holzstab (Verga), einer Metallsaite (Arame) und einem Klangkörper (Cabaça) besteht. In der Hand hält der Musiker zusätzlich eine Caxixi (Holzrassel), ein Baqueta (Schlagstöckchen) und ein Dobrão (Münze, Stein). Trotz seiner einfachen Konstruktion ist das Berimbau schwierig zu spielen und verlangt neben gutem Rhythmusgefühl einiges an Koordination und Fingerkraft.

 

Violinha ist eine sehr hoch gestimmte Berimbau.
 

 
Viola
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Das Hauptinstrument einer Capoeira Bateria ist das Berimbau. Es handelt sich dabei um einen Musikbogen, der aus einem Holzstab (Verga), einer Metallsaite (Arame) und einem Klangkörper (Cabaça) besteht. In der Hand hält der Musiker zusätzlich eine Caxixi (Holzrassel), ein Baqueta (Schlagstöckchen) und ein Dobrão (Münze, Stein). Trotz seiner einfachen Konstruktion ist das Berimbau schwierig zu spielen und verlangt neben gutem Rhythmusgefühl einiges an Koordination und Fingerkraft.

  Viola ist eine hoch gestimmte Berimbau. Auf ihr werden nahezu ausschließlich Improvisationen des Grundrhythmus gespielt. Sie setzt als letzte Berimbau ein.

 

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Berimbau links

Drei Berimbau mit Klangkörpern in unterschiedlichen Tonhöhen

Caxixi, Vadero und Baqueta werden genutzt, um ein Berimbau zu spielen

 

 
Medio
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Das Hauptinstrument einer Capoeira Bateria ist das Berimbau. Es handelt sich dabei um einen Musikbogen, der aus einem Holzstab (Verga), einer Metallsaite (Arame) und einem Klangkörper (Cabaça) besteht. In der Hand hält der Musiker zusätzlich eine Caxixi (Holzrassel), ein Baqueta (Schlagstöckchen) und ein Dobrão (Münze, Stein). Trotz seiner einfachen Konstruktion ist das Berimbau schwierig zu spielen und verlangt neben gutem Rhythmusgefühl einiges an Koordination und Fingerkraft.

 

Medio ist eine mittelhoch gestimmte Berimbau. Traditionell wird darauf die Inversion des Grundrhythmus gespielt. Sie setzt in einer Roda nach der Gunga ein.

 

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die mitlere von den dreien

Drei Berimbau mit Klangkörpern in unterschiedlichen Tonhöhen

Caxixi, Vadero und Baqueta werden genutzt, um ein Berimbau zu spielen

 

 
Gunga
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Das Hauptinstrument einer Capoeira Bateria ist das Berimbau. Es handelt sich dabei um einen Musikbogen, der aus einem Holzstab (Verga), einer Metallsaite (Arame) und einem Klangkörper (Cabaça) besteht. In der Hand hält der Musiker zusätzlich eine Caxixi (Holzrassel), ein Baqueta (Schlagstöckchen) und ein Dobrão (Münze, Stein). Trotz seiner einfachen Konstruktion ist das Berimbau schwierig zu spielen und verlangt neben gutem Rhythmusgefühl einiges an Koordination und Fingerkraft.

 

Die Gunga ist eine tief gestimmte Berimbau. Traditionell wird darauf der Grundrhythmus gespielt und zu Beginn einer Roda beginnt die Gunga als erstes Instrument. In der Regel ist auch Sie die Berimbau, die die Roda leitet.

 

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Gunga rechts

Drei Berimbau mit Klangkörpern in unterschiedlichen Tonhöhen

Caxixi, Vadero und Baqueta werden genutzt, um ein Berimbau zu spielen

 

 

 
Berra-Boi
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Das Hauptinstrument einer Capoeira Bateria ist das Berimbau. Es handelt sich dabei um einen Musikbogen, der aus einem Holzstab (Verga), einer Metallsaite (Arame) und einem Klangkörper (Cabaça) besteht. In der Hand hält der Musiker zusätzlich eine Caxixi (Holzrassel), ein Baqueta (Schlagstöckchen) und ein Dobrão (Münze, Stein). Trotz seiner einfachen Konstruktion ist das Berimbau schwierig zu spielen und verlangt neben gutem Rhythmusgefühl einiges an Koordination und Fingerkraft.

 

Berra-Boi („Muhen des Ochsen“) ist die am tiefsten gestimmte Berimbau mit sehr langem Stab und großem Klangkörper. Sie wird eher selten gespielt.